unser Zuchtziel

1. Charakter

Insgesamt ist der Sibirer eine äusserst soziale Rasse und sollte keines Falls alleine gehalten werden. Sie sind von eher gelassenem Naturell und sollten (bei Haushalten mit gemischten Rassen) auch mit entsprechender Partnerkatze vergesellschaftet werden.

Unsere Katzen sollen in erster Linie selbstbewusst und umgänglich sein – sowohl dem Menschen als auch seinen Artgenossen und anderen Tieren gegenüber. Katzen und Kater mit aggressivem Verhalten haben in unserer Zucht keinen Platz.

Weiter sollen unsere Sibirer dem Menschen zugewandt sein und sich problemlos anfassen und bürsten lassen. Letzteres wird ab Welpenalter regelmässig mit den Kitten geübt, so dass sie ohne schlechte Erfahrungen in ihr neues Zuhause umziehen. Dennoch ist es wichtig, dass auch die zukünftigen Besitzer regelmässig weiter bürsten. Dies weniger wegen der Fellpflege als solches sondern damit das Tier sich gewöhnt bleibt, dass es gebürstet wird. Nur so wird es dem Menschen auch verzeihen, wenn es im Fellwechsel beim Kämmen doch mal ziept.

Tendenziell bevorzugen wir Tiere die den eigenen Menschen gegenüber volles Vertrauen zeigen, fremden gegenüber dürfen Sie hingegen gerne etwas skeptisch sein.

2. Gesundheit

Ziel sind gesunde, kräftige und lebensfrohe Kätzchen. Deshalb legen wir grossen Wert auf die Gesundheit der Elterntiere. Ein perfektes Tier mit einem Gendefekt wird nicht für die Zucht eingesetzt, hingegen akzeptieren wir kleine Schönheitsfehler (insbesondere bezüglich Fellfarbe) in der Zucht, wenn die Gesundheit des Tieres stimmt.

Um dieses Zuchtziel langfristig erreichen zu können, werden unsere Zuchttiere regelmässig tierärztlich untersucht. Wir machen vor dem ersten Zuchteinsatz mit jedem Tier einen Gentest auf Erbkrankheiten und Blutgruppe, ausserdem im Alter von ca. 2 Jahren eine Ulltraschalluntersuchung auf HCM- und PKD (zwei Erkrankungen des Herzens resp. der Nieren die unter vielen Katzen verbreitet sind). Die HCM-Untersuchung wird auch im erwachsenen Alter alle 2 – 3 Jahre wiederholt um eine späteres Auftreten der Krankheit unter Kontrolle zu haben.

Die zweite Säule der langfristigen Gesundheit unserer Zucht als ganzes sind die Informationen von den Kittenkäufern. Nur wenn wir mit unseren Kunden auch längerfristig in Kontakt bleiben können wir Informationen über etwaige Erkrankungen der Tiere erhalten. Ergibt sich aus diesen Rückmeldungen, dass eine Bestimmte Verpaarung oder gar ein einzelnes Tier zu einer genetisch bedingten Krankheit führt, so wird das entsprechende Elterntier ebenfalls aus der Zucht genommen.

Bisher war das (Gott sei Dank) noch nicht der Fall, aber kein Züchter ist davor gefeit irgendwann ein „schlechtes“ Tier einzukaufen welches einen unerwünschten Gesundheitsfehler vererbt. Wir tun aber unser Bestes um dies zu verhindern.

3. Typ

Wie unter Rassestandard hier und dort bereits beschrieben, können die Sibirer sehr unterschiedlich aussehen. Darum soll hier der Typ beschrieben sein, den wir uns zum Ziel gesetzt haben:

Als erstes kann man festhalten, dass eine Sibir vom „Urtyp“ einen trapezförmigen Kopf hat.

Weiter sollen die Ohren eher weit auseinander stehen. Als Ideal wird ein Verhältnis von 1 : 1 – 1.5 : 1 von Ohr zu Abstand zwischen den Ohren zu Ohr genannt. Ausserdem soll das Verhältnis von Ohrlänge zu Ohrbreite 1:1 betragen.
Als 1 gilt dabei immer die Ohrbreite am Ansatz.
Zudem sollen die Ohren oben gerundet sein, dicht behaart sein und der Urtyp hat Pinsel auf den Ohren.

Die Augen sollen eher gross, leicht schräg und wohl gerundet (aber nicht rund!) sein. Ausserdem sollen Sie eher weit auseinander stehen (Verhältnis Auge zu Augenabstand zu Auge: 1:1:1)

Der Kopf wirkt insgesamt breit, in jede Richtung leicht abgerundet, also weder Kantig noch Rund.

Im Profil sollen drei Kriterien erfüllt sein:

1. Das Verhältnis Stirn zu Nasenrücken zu Oberkiefer beträgt 1:1:1 (siehe Bild oben links)

2. Das Verhältnis von Schnauze zu Schnauze-Stirn zu Schädel beträgt 1:1:1 (siehe Bild links unten)

3. Stirn, „Nasen-Knick“ und Schnauze sind gerundet und eben nicht geknickt (siehe Bild oben rechts)

Die Grafik links zeigt zudem eindrücklich den Unterschied zwischen Sibirern, Norwegern und Maine Coon. Bildquelle: thecatgenix.com

Damit hätten wir den Kopf abgehandelt. Die Übrigen Merkmale sind etwas weniger kompliziert:

Das Erscheinungsbild des Körpers soll Rechteckig sein, im Idealfall ca. 1:1.6 (Höhe zu Länge ohne Kopf und ohne Schwanz)

Der Schwanz soll in etwa bis zum Schulterblatt reichen und zu jeder Jahreszeit buschig sein.

Das Sommerfell soll sich deutlich vom Winterfell unterscheiden.
Das Sommerfell ist eher kurz, hat keine Unterwollte und fühlt sich eher rau an.
Das Winnterfell soll lang und flauschig sein. Eine ausgeprägte Halskrause und Knickerbocker gehörend zwingend zum Rassebild dazu. Auch hier soll das Deckhaar rau und wasserabweisend sein, doch die Unterwolle ist weich und fein und soll nicht zum Verknoten neigen.

4. Farbe

Die Farbe hat bei uns aktuell noch eine absolut untergeordnete Rolle in der Zucht. Als erstes ist es uns wichtig, dass Gesundheit und Typ stimmen. Darum kommt es auch vor, dass bei uns hin und wieder Sibirer mit Neva verpaart werden.

Selbstverständlich halten wir uns aber an die Sibir-Typischen Farben Schwarz und Rot mit Aufhellung, Weissscheckung, Gold oder Silber-Schattierung.

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